Weiterbildung in der Hausarztpraxis - Modellversuch "Praxisassistenz" des Kantons Bern

 

Update Juni 2011:

Der Modellversuch Praxisassistenz ist im fünten Jahr sehr erfolgreich unterwegs. Er wurde bis 2012 verlängert.

Lesen sie hier die Berichte des Regierungsrats zuhanden des Grossen Rats. Es besteht eine berechtigte Hoffnung, dass der Versuch verlängert wird um den Hausarztnachwuchs zu fördern.   >link zum Haupbericht     >link zum Schlussbericht

 

 

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat im Dezember 2007 einem 3jährigen Modellversuch „Weiterbildung in der Hausarztpraxis (Praxisassistenz)“ zugestimmt. Dieser Modellversuch ermöglicht die Durchführung von jährlich 6 kantonal mitfinanzierten Praxisassistenzen zu 6 Monaten (bei einer Anstellung von 100%).

 

Die Bedingungen für diesen Modellversuch wurden verdienstvollerweise vom Kollegium für Hausarztmedizin KHM mit dem Kanton Bern ausgehandelt.  Im Verlauf dieses Versuchs oder spätestens in der Schlussevaluation wird sich zeigen, inwieweit diese Bedingungen realistisch sind oder angepasst werden müssen.

 

Zur Durchführung des Modellversuchs ist eine Aufsichtskommission (Board) konstituiert worden. Eine Subkommission zeichnet für die Prüfung der Gesuche verantwortlich, ist Auskunftsstelle bei Fragen und vermittelt bei allfälligen Problemen. Die Namensliste der Kommissionsmitglieder finden Sie am Ende des Artikels.

 

Die Weiterbildungsstellen in den Hausarztpraxen des Modellversuchs stehen primär nur den Assistenzärzten der Spital Nertz Bern AG offen. Als Lehrpraktiker können sich alle Inhaber einer Grundversorger-Praxis im Kanton Bern  mit den FMH-Titeln Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Pädiatrie melden, welche die Voraussetzungen des Kollegiums (KHM) für LehrpraktikerInnen erfüllen (Details im Manual).

Prinzipiell sind Praxisassistenzstellen zu 6 Monaten mit 100% Tätigkeit, sowie zu 12 Monaten mit 50% Tätigkeit möglich.

 

Die Finanzierung der Weiterbildungsstellen erfolgt nach folgendem Verteiler:

Die Lehrpraktiker tragen pro PraxisassistentIn und Monat ( bei 100% Anstellung) den Betrag von Fr. 2'000.— bei, der Kanton finanziert über die Spital Netz Bern AG die restlichen Besoldungskosten. Die Assistenzärzte erhalten den gleichen Brutto-Lohn wie im Spital.

 

Die Administration des Modellversuchs hat das Berner Institut für Hausarztmedizin der Universität Bern (BIHAM). Der Overhead wird gemeinsam vom Verein Berner Hausärzte und von der Aerztegesellschaft des Kantons Bern finanziert.

 

Wir hoffen auf ein grosses Interesse und auf ein gutes Gelingen!

 

Im Namen der Aufsichtskommission

Mireille Schaufelberger

Informationen

Sämtliche Unterlagen inklusive dem Bewerbungsformular zum Modellversuch „Praxisassistenz“ des Kantons Bern sind von der Aufsichtskommission in einem Manual zusammengestellt worden. Dieses Manual ist auf der FIHAM-Homepage www.biham.unibe.ch  unter „Praxisassistenz“ einsehbar.

 

Auf Anfrage kann das Manual auch in schriftlicher Form beim

 

BIHAM-Sekretariat, Murtenstrasse 11, 3010 Bern, Tel 031 632 89 91  bestellt werden.

Interessierte LehrpraktikerInnen können sich auf dem BIHAM-Sekretariat melden.


Kontaktpersonen bei allfälligen Fragen sind:

Frau Dr. med. I. Taddei  isa.taddei(at)vtxmail.ch

Herr Dr. med. S. Grunder  stefan.grunder(at)spitalnetzbern.ch

Kantonale Lösungen

Kanton Zürich

Reglement für die Praxisassistenz des Insituts für Hausarztmedizin

Kanton Aargau

Im Kanton Aargau sind für die Jahre 2008 und 2009 von Seiten des Kantons Fr. 1'000'000.- zur Förderung der Praxisassistenz in Grundversorgerpraxen bereitgestellt worden. Das zweijährige Pilotprojekt sieht ein jeweils sechsmonatiges Praktikum bei einem niedergelassenen Grundversorger während oder im Anschluss an eine reguläre Anstellung ein einem Spital vor. Das normale Arbeitsverhältnis über das Spital bleibt bestehen, die anfallenden Lohnkosten werden zu drei Vierteln vom Kanton und zu einem Viertel vom Grundversorger getragen. Die Koordination dieser Praxisassistenzen erfogt über den Aargauischen Ärzteverband (AAV). Informationen können über die Geschäftsstelle des AAV oder über den VSAO Sektion Aargau eingehot werden (aargau@vsao.ch)

 

Suchen

Mitglieder der Aufsichtskommission

  • Dr.med. M.Schaufelberger (Präsidentin des Boards), Leiterin Lehre BIHAM
  • Prof. Dr. med. A. Stuck, Chefarzt Geriatrische Universitätsklinik, Spital Netz Bern Ziegler, Chefarzt Geriatrische Abklärungsstation, KAIM, Inselspital, Geriatrische Universitätsklinik, Vertretender Chefarzt Spital Netz Bern Ziegler
  • Dr. med. Felix Nohl, Oberarzt, Medizinische Klinik, Spital Netz Bern Ziegler, Vertreter VSAO im Board

In beratender Funktion

  • Dr. med. B. Rindlisbacher, Programm Weiterbildung in Hausarztpraxen KHM, Vertreter Kollegium für Hausarztmedizin
  • Dr. med. Stefan Grunder, Aerztlicher Direktor, Spital Netz Bern AG

Mitglieder der Subkommission

  • Dr. med. I. Taddei, Mitglied FIHAM- Rat, Vertreterin VBH
  • Dr. med. Stefan Grunder, Aerztlicher Direktor, Spital Netz Bern AG

JHaS

Junge Hausärzte Schweiz

Forum für Praxisassistenz: 

>> www.praxisassistenz.ch